Seit dem 27. September 2026 gelten die neuen EU-Vorgaben für Warenangebote. Dahinter stecken zwei getrennte Instrumente: Die Mitteilung über die gesetzliche Gewährleistung gehört vor Vertragsschluss in jedes Warenangebot, das harmonisierte Garantielabel dagegen nur dann, wenn der Hersteller eine Haltbarkeitsgarantie von mehr als zwei Jahren gewährt. Amazon und eBay blenden den Hinweis automatisch ein, Kaufland erzeugt das Label nur bei vollständigen Pflichtfeldern, Etsy bietet gar keine integrierte Lösung. Abgemahnt wird trotzdem der Verkäufer, nicht die Plattform.
Seit Ende August kostet die Änderung der Zustelladresse bei UPS Geld, und bezahlen muss sie der Empfänger: 4,00 Euro netto über ein MyChoice-Konto, 4,50 Euro netto ohne Konto, 6,00 Euro netto telefonisch. Liegt die neue Adresse in einem anderen Zustellgebiet, kommen Transportkosten obendrauf. Kostenlos bleiben der neue Liefertag online, die Umleitung an einen nahegelegenen UPS Access Point und die Zustellung an einen Nachbarn.
Der HDE Online-Monitor 2026 weist für 2025 einen Marktplatz-Anteil von 56,7 Prozent am deutschen Onlineumsatz aus. Die Marktplatzumsätze wuchsen um 5,9 Prozent, der Anteil selbst aber nur um gut einen Prozentpunkt. Was hinter der Zahl steckt und was kleine Shops vor dem vierten Quartal daraus ableiten sollten.
Seit dem 1. Juli 2026 gibt es für Sendungen bis 150 Euro keine Einfuhrabgabenfreiheit mehr. Bei Postsendungen und mehrwertsteuerfreier Einfuhr erhebt die EU stattdessen 3 Euro Pauschalzoll je Warenkategorie, drei Tarifpositionen ergeben also 9 Euro. Die Frachtdaten zeigen, dass der Effekt real ist: Die Luftfracht-Tonnage von Hongkong nach Europa lag im Juli 24 Prozent unter dem Vorjahr.
Seit dem 20. September 2026 berechnet UPS 0,55 Euro extra für jedes innerdeutsche Paket an eine Privatadresse, und zwar bis zum 6. Februar 2027. Parallel läuft der Demand-Zuschlag weiter. Beide Systeme können sich auf derselben Sendung aufaddieren, gezahlt wird vom Versender.
Amazon startet die Prime Deal Days am Dienstag, 6. Oktober, um 00:01 Uhr und lässt sie 48 Stunden laufen. Über eine Million Angebote in zwei Tagen heben das Paketaufkommen im gesamten Markt, und genau dann vergleichen Kunden Lieferzeiten.
Seit dem 1. Oktober 2026 hebt Österreich eine Paketsteuer von zwei Euro je zugestelltem Paket ein. Betroffen sind allerdings nur Versandhändler, deren Inlandsumsatz im Versandhandel im Vorjahr 100 Millionen Euro überschritten hat. Für kleine und mittlere Onlineshops ist die Meldung damit eine Entwarnung – offen bleibt nur, ob große Marktplätze die Kosten über ihre Gebühren weiterreichen.
DHL Express erhebt seit dem 1. Oktober 2026 einen Nachfragezuschlag auf internationale Sendungen. Er läuft bis zum 5. Februar 2027 und wird je Kilogramm berechnet, nicht je Sendung: pauschal 0,15 Euro bei Economy Select, 0,10 bis 2,00 Euro je nach Region bei Time Definite, 0,50 Euro von Europa nach Amerika. Vom 1. November bis 31. Dezember kommt der Inlandsexpress mit 0,10 Euro je Kilogramm dazu. DHL Paket ist nicht betroffen.