Der GLS-Energiezuschlag ist 2026 deutlich gestiegen: von rund 22 Prozent zu Jahresbeginn auf zuletzt fast 30 Prozent. Es ist ein prozentualer, an einen Energie-Index gekoppelter Aufschlag auf den Nettopreis, der monatlich neu festgelegt wird. Weil er prozentual wirkt, senkt jede Volumen- und Gewichtsreduktion den Aufschlag gleich mit.
DHL hat zum Weihnachtsgeschäft 2025 einen zusätzlichen Aufschlag rund um die Black Week eingeführt – oben auf den ohnehin geltenden Peak-Zuschlag im November und Dezember. Genau in der umsatzstärksten Phase wird der Versand am teuersten. Wer sein Q4 früh plant, Sendungen bündelt und Verpackung rechtzeitig sichert, federt das ab.
DPD erhebt seit Mai 2026 zusätzlich zum regulären Energiezuschlag einen Emergency Fuel Surcharge, der monatlich an den Dieselpreis gekoppelt neu festgelegt wird. Steigt der Diesel, steigt auch der Zuschlag. Deine Versandkalkulation ist damit keine feste Größe mehr – prüfe den aktuellen Wert, bevor du deine Preise kalkulierst.
Wer Produkte mit Batterie oder Akku verkauft und verschickt, bekommt ab dem 18. August 2026 neue Kennzeichnungspflichten aus der EU-Batterieverordnung: allgemeine Angaben, Kapazität und Mindest-Betriebsdauer sowie der Hinweis, wenn eine Batterie nicht wiederaufladbar ist. Auch im Online-Handel müssen diese Informationen bereitgestellt werden.
Seit dem 17. April 2026 berechnet Amazon einen Treibstoffzuschlag von 1,5 % auf die FBA-Versandgebühren – nicht auf den Umsatz. Er gilt für Deutschland und Europa. Die oft zitierten 3,5 % gelten nur für die USA. Viele Seller sehen den Aufschlag erst auf der Abrechnung. Wer knapp kalkuliert, verliert sonst still an Marge.
DHL macht den Klimadienst GoGreen Plus für Geschäftskunden ab September 2026 zum Standard – als Opt-out. Pro Sendung kommt ein Aufschlag obendrauf. Wer ihn nicht möchte, muss ihn im DHL-Portal aktiv abwählen. Tut man nichts, zahlt man ihn bei jeder Sendung mit. Bei vielen Paketen summiert sich das übers Jahr.
Der Einwegkunststofffonds klingt nach einer Strafabgabe auf Plastik – doch Versandverpackung ist komplett befreit. Karton ist ohnehin kein Kunststoff, und auch Plastik-Versandtaschen und Luftpolsterfolie zahlen keine Abgabe. Der Fonds trifft nur eine feste Liste von Einweg-Produkten zum Sofortverzehr. Als reiner Versandhändler meldest und zahlst du dafür nichts.
Zwei Kartons mit der gleichen Welle können unterschiedlich stabil sein. Der Grund ist die Grammatur – das Papiergewicht der Lagen in Gramm pro Quadratmeter. Je schwerer die Deck- und Wellenpapiere, desto höher Berstdruck und Kantenstabilität. Nicht nur die Wellenart entscheidet also über die Festigkeit, sondern auch das Papiergewicht.
Ein großer, luftiger Karton kann teurer sein als ein kleiner, schwerer – obwohl er weniger wiegt. Grund ist das Volumengewicht: Viele Paketdienste berechnen das Porto nach der Paketgröße und nehmen den höheren Wert aus tatsächlichem Gewicht und Volumengewicht. Wer kompakt und eng um die Ware packt, spart deshalb auch bei leichter Ware Porto.
Schwimmt dein Produkt in einem zu großen Standardkarton, kostet die Luft Porto, Füllmaterial und Schutz. Ein maßgefertigter Karton umschließt das Produkt genau: kleineres und leichteres Paket (oft weniger Porto), kaum Füllmaterial, besserer Schutz und eine hochwertigere Optik. Bei wiederkehrenden Formaten und größeren Mengen lohnt sich das schnell.
Einen guten Karton musst du nach einer Sendung nicht wegwerfen. Wichtig: zuerst alle alten Etiketten und Barcodes entfernen oder überkleben (sonst Fehlscan), dann die Stabilität prüfen (keine weichen Ecken oder Risse) – ein lascher Karton schützt nicht mehr. Sauber wieder verschließen, am besten in H-Form. Stabil und ohne alte Codes spart Wiederverwenden Geld und schont die Umwelt.
Normales Klebeband löst sich bei schweren Paketen gern an den Rändern. Gummiertes Papierklebeband (Nassklebeband) wird mit Wasser aktiviert und verbindet sich fest mit den Papierfasern – so hält schon eine einzige Bahn auch schwere Kartons sicher zu. Es ist manipulationssicher (ein Öffnen sieht man sofort) und sortenrein über das Altpapier entsorgbar.