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Grammatur: warum das Papiergewicht über die Festigkeit entscheidet

Zwei Kartons mit der gleichen Welle – und trotzdem hält einer viel mehr aus. Das liegt an einem Faktor, den viele übersehen: der Grammatur. Wer Festigkeit nur an ein- oder zweiwellig festmacht, übersieht die halbe Wahrheit.

Was ist die Grammatur?

Die Grammatur ist das Flächengewicht eines Papiers, angegeben in Gramm pro Quadratmeter (g/m²). Eine Wellpappe besteht aus mehreren Papierlagen – den glatten Deckenpapieren (Liner) außen und dem gewellten Papier dazwischen. Jede dieser Lagen hat eine eigene Grammatur.

Mehr Papiergewicht = festere Wellpappe

Je schwerer und dichter die eingesetzten Papiere sind, desto fester wird die Wellpappe. Das wirkt sich direkt auf zwei wichtige Werte aus:

  • Berstdruck/Berstfestigkeit: Wie viel Druck die Fläche aushält, bevor sie durchbricht.
  • Kantenstabilität (Stauchwiderstand): Wie viel die Kanten beim Stapeln tragen.

Deshalb können zwei Kartons mit identischer Wellenart sehr unterschiedlich stabil sein – das schwerere Papier macht den Unterschied.

Nicht nur die Welle zählt

Die Wellenart (z. B. einwellig oder zweiwellig) ist wichtig – aber sie ist nur ein Teil der Gleichung. Für schwere oder wertvolle Ware lohnt sich neben der passenden Welle auch ein Blick auf die Grammatur der Papiere.

Faustregel: Achte nicht nur auf die Welle, sondern auch auf das Papiergewicht.

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