Der Pfandautomat nimmt jetzt auch den Kaffeebecher – zumindest in Berlin: Zwölf Monate lang (März 2025 bis März 2026) haben acht Rewe-Märkte in Friedrichshain-Kreuzberg Mehrwegbecher aus über 80 Gastronomiebetrieben zurückgenommen – über die ganz normalen Leergutautomaten. Gesteuert wurde der Pilot von der Deutschen Umwelthilfe mit der Berliner Umweltverwaltung; beteiligt waren u. a. Rewe, Recup, Sielaff und Tomra, ausgewertet hat die Kühne Logistics University.
Die Ergebnisse
- Rund 95 Prozent der befragten Verbraucher fanden die Rückgabe am Automaten praktisch.
- Über 80 Prozent würden eher Mehrweg wählen, wenn die Rückgabe über Automaten im Einzelhandel möglich ist.
- Über 70 Prozent der beteiligten Gastronomen wünschen sich eine Ausweitung.
Wichtig zur Einordnung: Die Zahlen stammen aus Befragungen des Pilotprojekts mit überschaubarer Stichprobe – ein Praxissignal, keine repräsentative Studie.
Der Kosten-Clou
Laut Projektauswertung könnten gemeinsam genutzte Automaten die Umlaufkosten von Mehrwegsystemen um bis zu 60 Prozent senken – eine logistische Abschätzung, die zeigt, warum geteilte Infrastruktur der Schlüssel für bezahlbares Mehrweg ist.
Was jetzt kommt
Die Umwelthilfe fordert eine bundesweite Rücknahmepflicht für Pool-Mehrwegsysteme im Lebensmitteleinzelhandel. Das ist Stand heute eine politische Forderung, kein Gesetz. Die Lehre aus dem Pilot gilt trotzdem: Mehrweg wird alltagstauglich, sobald die Rückgabe einfach wird.
Hinweis: Video und Illustrationen zu diesem Beitrag wurden mit KI erstellt.
Und für alles, was in keinen Becher passt: kkverpackungen.de