Der deutsche Onlinehandel wächst wieder – und trotzdem schrumpft mehr als die Hälfte der kleinen Shops. Das ist die unbequeme Schere, die zwei Veröffentlichungen vom selben Tag aufmachen: die Händlerbund-Jahresstudie 2026 und die bevh-Halbjahreszahlen.
Die Zahlen
- 2025 wuchs der Markt um gut 3 Prozent (bevh: +3,2 Prozent auf 83,1 Milliarden Euro Warenumsatz).
- Trotzdem meldeten in der Händlerbund-Studie 56 Prozent der befragten Händler sinkende Umsätze für 2025 – nur 27 Prozent steigende. Zur Einordnung: befragt wurden 335 überwiegend kleine und mittlere Shops.
- Im ersten Halbjahr 2026 öffnet sich die Schere weiter: Der Markt wuchs um 4,3 Prozent, Marktplätze um 6,4 Prozent – und asiatische Plattformen legten über 20 Prozent zu (inzwischen 5,3 Prozent Marktanteil).
Die eigentliche Last
Bemerkenswert: Größte Belastung ist aus Händlersicht nicht die Konkurrenz (48 Prozent), sondern die Bürokratie – 70 Prozent nennen sie zuerst, gefolgt vom Kundenservice (67 Prozent). Und der Optimismus schwindet: Nur noch 4 Prozent blicken sehr optimistisch auf 2026, im Vorjahr waren es 13 Prozent.
Unsere Einordnung
Die naheliegende Deutung: Das Wachstum fließt zu Marktplätzen und Plattformen, nicht in den Durchschnitts-Shop. Wer als kleiner Händler bestehen will, braucht Effizienz an jeder Stelle der Kette – vom Einkauf über den Versand bis zur Verpackung: passende Kartongrößen, weniger Füllmaterial, weniger Packzeit pro Paket.
Hinweis: Video und Illustrationen zu diesem Beitrag wurden mit KI erstellt.
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