Seit dem 26. August 2026 verlangt UPS in Deutschland Geld dafür, dass die Zustelladresse eines laufenden Pakets geändert wird. Bezahlen muss nicht der Versender, sondern der Empfänger, in den meisten Fällen also der Kunde deines Shops.
Was UPS konkret berechnet
- 4,00 Euro netto (4,76 Euro brutto) über ein UPS-MyChoice-Konto
- 4,50 Euro netto (5,36 Euro brutto) ohne Konto
- 6,00 Euro netto, wenn die Änderung telefonisch beauftragt wird
Richtig teuer wird es, sobald die neue Adresse in einem anderen Zustellgebiet liegt, denn dann kommen Transportkosten obendrauf. In einem Test auf der Strecke von Hamburg nach Wuppertal zeigte die UPS-App 4,00 Euro für die Zustelländerung plus 16,19 Euro Transportkosten. Zusammen sind das 20,19 Euro für eine einzige Adressänderung.
Was kostenlos bleibt
- die Änderung des Liefertags online
- die Umleitung an einen nahegelegenen UPS Access Point
- die Zustellung an einen Nachbarn
Der Gedanke ist nicht neu. Einen ersten Anlauf mit 3,50 Euro netto hatte UPS bereits im Februar 2026 gestartet und nach rund einer Woche wieder zurückgezogen. Diesmal steht die Gebühr seit Ende August.
Was das für kleine Shops bedeutet
Formal betrifft dich die Gebühr als Händler gar nicht, denn die Rechnung geht an den Empfänger. Praktisch landet der Ärger trotzdem bei dir. Wer nach dem Kauf merkt, dass die Lieferadresse falsch ist, schreibt selten UPS an, sondern deinem Kundenservice. Besonders häufig passiert das bei Bestellungen an eine Arbeitsadresse oder an eine frisch bezogene Wohnung. Wenn dann niemand weiß, welcher Weg Geld kostet und welcher nicht, wird aus einer harmlosen Adressänderung erst eine Beschwerde und im schlechtesten Fall eine Retoure mitsamt Rücksendekosten.
Was jetzt zu tun ist
- Nimm die drei kostenlosen Wege in die Standardantwort deines Kundenservice auf. Access Point und Nachbar lösen die meisten Fälle ohne Gebühr.
- Prüfe die Adressabfrage im Checkout, denn jede Korrektur vor dem Versand kostet niemanden etwas.
- Verschicke die Sendungsverfolgung früh genug, damit Kunden einen Fehler bemerken, solange das Paket noch nicht unterwegs ist.
- Erwähne in der Versandbestätigung, dass eine spätere Adressänderung Geld kosten kann. Ein Satz an dieser Stelle spart später eine Mail.
- Kläre intern, ob du die Gebühr im Kulanzfall übernimmst, und halte die Grenze schriftlich fest.
Das ist keine Rechtsberatung. Konditionen können sich ändern, prüfe im Zweifel die aktuellen Angaben von UPS.
Quelle: paketda.de, Meldung zu den neuen UPS-Empfängergebühren, Artikelstand 16.09.2026.
Hinweis: Video und Illustrationen zu diesem Beitrag wurden mit KI erstellt.