Wiederverwendbare Versandverpackung galt lange als Nische für Öko-Pioniere. Das ändert sich gerade spürbar: 2025/26 wird Mehrweg im Versand zum Mainstream-Thema.
Was Paketdienste jetzt anbieten
Große Paketdienste stellen Geschäftskunden inzwischen wiederverwendbare Boxen und Taschen bereit – teils in Kooperation mit spezialisierten Pool-Anbietern. Typische Merkmale:
- Robuste Boxen für viele Nutzungen – laut Anbietern rund 50 Umläufe.
- Verschluss per Zipper statt Klebeband.
- Rücknahme und Reinigung über ein Pool-System: Der Kunde gibt die Box zurück, sie wird gereinigt und neu in den Kreislauf geschickt.
Warum der Trend Fahrt aufnimmt
Neben dem Nachhaltigkeitsaspekt treiben vor allem die Mehrwegziele der EU-Verpackungsverordnung (PPWR) die Entwicklung an. Für bestimmte Transportverpackungen sind perspektivisch Mehrwegquoten vorgesehen – Mehrweg wird damit vom Nice-to-have zum strategischen Thema.
Für wen sich das lohnt
Besonders bei wiederkehrenden Sendungen, festen Kundenbeziehungen oder geschlossenen Kreisläufen (z. B. B2B, Retouren-lastige Sortimente) kann Mehrweg schnell aufgehen. Für sehr unterschiedliche Einzelsendungen bleibt die passende Einwegverpackung oft die praktikablere Lösung – häufig ist ein Mix sinnvoll.
Hinweis: Viele Kennzahlen (z. B. Umlaufzahlen) stammen aus Hersteller- bzw. Carrier-Angaben und sind als Orientierung zu verstehen. Vieles läuft noch als Pilot bzw. Angebot für Geschäftskunden, es besteht keine flächendeckende Pflicht.
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