Bald bekommt fast jedes Produkt einen digitalen Steckbrief. Der Digitale Produktpass (DPP) ist eines der großen Vorhaben der EU-Ökodesign-Verordnung (ESPR) – und er wird oft über einen Code laufen, der auf dem Produkt oder direkt auf der Verpackung sitzt.
Was der Digitale Produktpass ist
- Ein digitaler Steckbrief mit Informationen zu Herkunft, Material, Reparierbarkeit und Recycling.
- Abgerufen wird er über einen Datenträger (z. B. einen Code) auf dem Produkt oder der Verpackung.
- Ziel ist mehr Transparenz über den gesamten Lebensweg eines Produkts.
Der Zeitplan (gestaffelt)
- Rechtsgrundlage ist die ESPR, in Kraft seit dem 18. Juli 2024.
- Den Anfang macht der EU-Batteriepass mit einem festen Stichtag am 18. Februar 2027.
- Danach folgen weitere Produktgruppen in Wellen – u. a. Textilien, Eisen/Stahl und Möbel.
- Die genauen Termine je Produktgruppe legt die EU über delegierte Rechtsakte nach und nach fest.
Warum das für Verpackung relevant ist
Für viele Produkte wird der DPP-Code dort landen, wo heute schon Etiketten und Codes sitzen: auf der Verpackung. Der Karton wird damit zunehmend zum Informationsträger – ähnlich wie beim Übergang zu 2D-Codes im Handel. Wer neutrale Verpackung mit genug Platz für Codes und Etiketten nutzt, ist dafür gut aufgestellt.
Hinweis: Dies ist eine allgemeine Einordnung und keine Rechtsberatung. Maßgeblich sind die ESPR und die jeweiligen delegierten Rechtsakte.
Verpackung mit Platz für Codes und Etiketten: kkverpackungen.de