In der deutschen Wellpappe-Industrie läuft gerade der größte Umbau seit Jahren. Nach der Übernahme von DS Smith (abgeschlossen Anfang 2025) hat International Paper Mitte November 2025 per Börsenmitteilung angekündigt, bis Ende 2026 fünf deutsche Werke zu schließen – rund 500 Stellen sind nach Unternehmensangaben betroffen, hinzu kommt die Teilschließung eines weiteren Standorts.
Was passiert
- Offiziell angekündigt sind die Schließung von fünf Werken bis Ende 2026 (ein Wellpappen-Verpackungswerk, ein Display-Standort und drei Formatwerke) sowie eine Teilschließung.
- Laut Medienberichten (dpa, Lokalpresse, ver.di) betrifft es u. a. Paderborn, Hövelhof, Mannheim, Endingen und Donauwörth, dazu die Teilschließung in Hamburg. Das erste Werk schließt bereits Ende September 2026.
- Es ist Teil einer größeren Welle: Bereits seit Frühjahr 2025 baut auch Smurfit Westrock Standorte in Deutschland ab (u. a. Lübbecke und Hanau).
Was das für Versender bedeutet
Als Begründung nennt International Paper Überkapazitäten und schwache Nachfrage. Für dich als Versender heißt das vor allem: Der Wellpappe-Nachschub wird gerade neu sortiert. Produktion wird verlagert, Lieferwege ändern sich, regionale Bezugsquellen fallen weg. Unsere Einordnung: Wer seinen Kartonbedarf früh plant und nicht erst bestellt, wenn das Regal leer ist, bleibt in dieser Umbauphase entspannt lieferfähig.
So bleibst du lieferfähig
- Bedarf früh planen – besonders vor der Peak-Saison im vierten Quartal.
- Bestände aufbauen bei den Größen, die du laufend brauchst.
- Auf Lieferanten mit eigenem Lager setzen, statt auf lange Werkswege.
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