Wie viel Klima steckt in der Materialwahl? Der neue Verpackungsmonitor der Branchenallianz AVU (Datenteil erhoben von gvm und ifeu Heidelberg, veröffentlicht Ende Juni 2026) liefert eine bemerkenswerte Zahl: Wird bei der Herstellung Recyclingrohstoff statt Primärrohstoff eingesetzt, sinken die Treibhausgasemissionen bei Papier, Pappe und Karton um 70 Prozent.
Die Kernzahlen
- Karton: −70 Prozent Treibhausgas bei der Herstellung aus Recycling- statt Primärrohstoff.
- Kunststoff: nur −48 Prozent im gleichen Vergleich – der Faserkreislauf arbeitet deutlich effizienter.
- Andere Materialien wie Aluminium oder Glas sparen ebenfalls stark (z. B. −85 bzw. −82 Prozent) – Karton gehört mit zu den Spitzenwerten.
Und die Kundschaft?
Laut der im Monitor enthaltenen YouGov-Befragung (Mai 2026, über 2.000 Befragte, repräsentativ) sagen vier von zehn, dass sie für nachhaltige Verpackung mehr zahlen würden – bei den 18- bis 24-Jährigen rund 60 Prozent. Das ist geäußerte Zahlungsbereitschaft, kein Kassenbon – aber ein klares Signal, wohin die Erwartung läuft.
Zur Einordnung: Die AVU ist eine Branchenallianz; die Daten stammen von den Instituten gvm und ifeu. Wichtig beim Zitieren: Die 70 Prozent gelten für die Herstellung mit Recycling- statt Primärrohstoff – nicht pauschal für „jeden recycelten Karton“.
Was das für deinen Versand heißt
Recyclingfähiger Karton ist Klimaschutz, den Kunden sehen und zunehmend erwarten. Wer sortenrein und papierbasiert verpackt, hält den Faserkreislauf am Laufen – und hat dafür jetzt eine starke, zitierfähige Zahl.
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