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Hitzeversand im Sommer: Die 60-Grad-Falle im Lieferwagen – und was wirklich hilft

Im Sommer reist Ihr Paket nicht bei Außentemperatur. Während draußen 30 °C herrschen, staut sich im Laderaum eines Lieferwagens die Hitze schnell auf über 60 °C – Messungen im Laderaum bestätigen genau diese Werte. Für temperaturempfindliche Ware ist das die größte unterschätzte Gefahr im Versand. Dieser Beitrag zeigt, was dabei kaputtgeht und wie Sie es mit einfachen Mitteln verhindern.

Warum es im Paket so heiß wird

Ein geschlossener Laderaum heizt sich in der Sonne extrem auf. Schon bei rund 23 °C Außentemperatur werden im Frachtraum über 50 °C gemessen, bei etwa 30 °C außen sind es über 60 °C. Zum Vergleich: Der ADAC misst in einem in der Sonne geparkten Pkw rund 53 °C. Ihr Paket steht also über Stunden faktisch in einem Backofen – und ein dünner Standardkarton dämmt diese Hitze so gut wie nicht.

Was bei Hitze kaputtgeht

  • Schokolade und Lebensmittel schmelzen oder verlieren Form und Konsistenz.
  • Kosmetik ohne Konservierung verliert Haltbarkeit; Emulsionen können kippen.
  • Billiges Paketband verliert ab etwa 70 °C seinen Halt – Kartons gehen unterwegs auf.
  • Elektronik und Akkus reagieren empfindlich auf Dauerhitze.

Warum Karton allein nicht reicht – und ein Kühlakku auch nicht

Ein normaler Versandkarton bietet praktisch keine Isolierung. Und ein einzelner Kühlakku in einem dünnen Karton ist nach wenigen Stunden lauwarm, weil die Wärme ungebremst durch die Wand dringt. Erst die Kombination aus Isolierung und Kühlung wirkt zuverlässig.

Die Lösung: Thermokarton aus Wellpappe

Ein Thermokarton besteht aus stabiler Wellpappe mit einem Zellstoff-Inlay, das die Hitze ausbremst. Die Vorteile gegenüber Styropor:

  • Plastikfrei und aus nachwachsendem Rohstoff.
  • Komplett über das Altpapier zu entsorgen – Umkarton und Inlay zusammen.
  • In Kombination mit einem Kühlakku bleibt die Ware bis zu rund 48 Stunden kühl.

Der einfachste Trick kostet nichts: die richtigen Versandtage

Der wirksamste Hebel ist gratis: Verschicken Sie hitzeempfindliche Ware nur von Montag bis Donnerstag. So vermeiden Sie, dass das Paket übers Wochenende im heißen Depot oder Zustellfahrzeug liegen bleibt. Viele spezialisierte Versender handhaben das im Sommer genau so – und behalten zusätzlich die Wettervorhersage im Blick.

Kurze Checkliste für den Sommerversand

  • Ist die Ware temperaturempfindlich (Lebensmittel, Kosmetik, Elektronik)?
  • Schützt die Verpackung wirklich – Thermokarton statt dünnem Standardkarton?
  • Ist bei Bedarf ein Kühlakku dabei?
  • Hält das Packband auch bei Hitze (kein billiges PP-Band)?
  • Wird nur Montag bis Donnerstag verschickt?

Fazit

Sommerhitze ist im Versand ein echtes Risiko – aber gut beherrschbar. Wer auf einen Thermokarton aus Wellpappe setzt, bei Bedarf einen Kühlakku ergänzt und nur Montag bis Donnerstag verschickt, bringt auch empfindliche Ware sicher und unbeschädigt zum Kunden.

Mehr Wissenswertes für Online-Händler: kkverpackungen.de

Hinweis: Dieser Beitrag bietet allgemeine Informationen.

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