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PPWR ab 12. August 2026: Müssen Online-Händler jetzt auf Mehrweg umstellen?

Ab dem 12. August 2026 gilt EU-weit die neue Verpackungsverordnung – die PPWR (Verordnung (EU) 2025/40). Sie wirkt in allen Mitgliedstaaten direkt, ohne nationale Umsetzung. Viele Online-Händler sind verunsichert und fragen sich vor allem eins: Muss ich jetzt meinen Versand auf Mehrweg umstellen? Die gute Nachricht vorweg: Für klassische Versandkartons aus Wellpappe lautet die Antwort nein. Dieser Beitrag ordnet ein, was wirklich auf Sie zukommt – und was Sie konkret tun können.

Muss ich auf Mehrweg-Versand umstellen?

Die PPWR führt ab 2030 für bestimmte Transportverpackungen – etwa Paletten und Kunststoffkisten im Verkehr zwischen Unternehmen – Wiederverwendungsquoten ein. Entscheidend für den Online-Handel: Klassische Kartons aus Wellpappe sind von diesen Mehrwegquoten ausdrücklich ausgenommen. Sie dürfen sie also ganz normal weiter als Einwegverpackung einsetzen. Eine generelle Mehrweg-Pflichtquote speziell für E-Commerce-Versandkartons gibt es nicht – Wiederverwendung wird gefördert, ist aber keine Pflicht.

Der eigentliche Hebel: Recyclingfähigkeit ab 2030

Der Punkt, auf den es für Versender wirklich ankommt, ist ein anderer: Ab dem 1. Januar 2030 müssen Verpackungen Mindestanforderungen an die Recyclingfähigkeit erfüllen. Mindestens 70 % des Verpackungsgewichts müssen sich werkstofflich verwerten lassen. Die Recyclingfähigkeit wird künftig in Leistungsklassen eingeteilt – von Klasse A (sehr gut recyclingfähig) bis C; ab 2035 dürfen nur noch Verpackungen der Klassen A oder B in Verkehr gebracht werden.

Genau hier spielt das Material die entscheidende Rolle: Reine, sortenreine Wellpappe gehört zu einem etablierten, gut recyclingfähigen Materialstrom und erfüllt diese Anforderung von Natur aus. Schwieriger wird es bei Plastik-Versandtaschen, Styropor und beschichteten Materialverbunden – sie lassen sich oft nur schlecht oder gar nicht sortenrein recyceln und geraten damit unter Druck.

In 3 Schritten PPWR-fit – das können Sie jetzt tun

Sie müssen nicht bis 2030 warten. Mit diesen drei Schritten machen Sie Ihren Versand schon heute zukunftssicher:

1. Auf sortenreines Material setzen

Prüfen Sie, ob Ihre Verpackung aus einem einzigen, klar trennbaren Materialstrom besteht – reine Pappe und Papier statt schwer trennbarer Verbunde und Kaschierungen. Je sortenreiner, desto sicherer recyclingfähig.

2. Styropor und Plastikpolster ersetzen

Tauschen Sie Styroporchips und Luftpolsterfolie aus Kunststoff gegen Polster aus Papier – etwa Wabenpapier oder Packpapier. Das hält Ihr Paket in einem Materialstrom und schützt trotzdem zuverlässig.

3. Passgenau verpacken

Je genauer der Karton zum Produkt passt, desto weniger Material und Füllung brauchen Sie – das spart Ressourcen, Gewicht und Kosten. Die richtige Größe ist der einfachste Hebel überhaupt.

Die passende Größe finden – mit dem Karton-Konfigurator

Wenn Sie Ihre Zielmaße kennen, finden Sie die passende Verpackung in Sekunden mit unserem Karton-Konfigurator: Maße eingeben – und Sie bekommen entweder den passenden Standard-Karton aus dem Lager oder eine Maßanfertigung mit Sofortpreis. So treffen Sie genau die Größe, die Ihr Produkt sicher schützt, ohne Material zu verschwenden.

Fazit

Die PPWR ist kein Grund zur Panik – im Gegenteil: Wer ohnehin auf klassische Wellpappe setzt, ist bei der Mehrwegquote außen vor und bei der Recyclingfähigkeit gut aufgestellt. Wichtig ist, jetzt auf sortenreines Material, papierbasierte Polster und passgenaue Größen umzustellen. Dann sind Sie vorbereitet – statt überrascht.

Jetzt die passende Größe finden: kkverpackungen.de/kartons-nach-mass

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